FOLKADU Hebrew & Jewish Music

Über uns

FOLKADU ist eine in Berlin lebende Band, die von der Sängerin und Trompeterin Yael Gat gegründet wurde. Beeinflusst von klassischer, Swing-, Balkan-, Klezmer- und nahöstlicher Musik, bietet die Band mit ihrer einzigartigen Instrumentalkombination aus Trompete, Akkordeon (Ira Shiran) und Oud (Doron Furman) eine Verschmelzung von bekanntem und weniger bekanntem Repertoire des JEWISH FOLK aus aller Welt.

Folkadu nimmt die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Geschichten über Liebe, Nostalgie, Einwanderung, Integration und Optimismus in Hebräisch, Jiddisch und Ladino, wobei diese alten Geschichten spielerisch mit dem modernen Leben verbunden werden. Zusätzlich zu ihrem Gesang und Trompetenspiel präsentiert Yael Gat eine besondere Spieltechnik auf dem Schofar, einem uralten Musikinstrument aus Antilopenhorn, das normalerweise bei hohen jüdischen Feiertagen weltweit in den Synagogen gespielt wird.

Folkadu spricht Menschen aus der ganzen Welt an, unabhängig von ihrem Alter, oder kulturellen, bzw. religiösen Herkunft. Jüdische Volksmusik ist eine globale Musik, denn ihre Lieder handeln von Alltagssituationen, mit denen sich jeder identifizieren kann. Deshalb möchte die Band mit ihrer Musik eine Brücke zwischen den Kulturen schlagen und somit die Menschen einander näher bringen, sowie sich gleichzeitig für eine vielfältige Gesellschaft einsetzen.

© Camila Berrio

2017 wurde Folkadu in das Förderprogramm von YEHUDI MENUHIN „Live Music Now München“ aufgenommen. In diesem Rahmen engagierten sie sich vor allem im sozialen Bereich, wie z.B in Altersheimen, Kinderpsychiatrien, Gefängnissen, Obdachlosenheimen, Einrichtungen von Suchtkranken, in einem Hospiz etc.

Seit 2018 wird das Ensemble regelmässig vom Zentralrat der Juden in Deutschland engagiert und wurde außerdem zu diversen jüdischen Events, wie jüdische Kulturtage, Initiative 27. Januar (Holocaust Gedenktag), Israeltag, deutsch-israelische Gesellschaft, The Jewish Agency DE und als Rahmenprogramm im Bayerischen Staatsministerium engagiert.

Im interreligiösen Bereich ist die Band in der Woche der Brüderlichkeit München, Christus Forum Aichach, Wort & Klangzeit Gauting und in diversen christlichen Gemeinden in Berlin aufgetreten und beabsichtigt in Zukunft dieses noch weiter auszuweiten.

Im Oktober 2022 nahm das Ensemble Folkadu an einer einwöchigen Bildungstour, die unter dem Namen „Tacheles mit Simson“ durch den ländlichen Raum Thüringens führte, teil. Das Programm wurde vom Kulturrat Thüringen, dem Förderverein für Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen und der Jüdischen Landesgemeinde sowie von der Thüringer Staatskanzlei gefördert.

Bei der Verleihung des „Margot Friedländer Preises“ im November 2022 übernahm das Ensemble die Gestaltung des musikalischen Rahmenprogramms. Die anwesenden Gäste, insbesondere Vertreter aus Politik und Gesellschaft (u.a. Bärbel Bas, Präsidentin des deutschen Bundestags) , die Vertreter der Förderer der Schwarzkopfstiftng, sowie auch Margot Friedländer und die Preisträger*innen und Schüler*innen, zeigten sich ausnahmslos begeistert. FOLKADU konnte sich einer fast überschwänglichen positiven Reaktion erfreuen.

Die Musiker:

Yael Gat - Gesang, Trompete & Schofar

Yael Gat with Shofar reachingmto the sky
© Camila Berrio

Yael Gat wurde in Haifa (Israel) geboren und begann dort ihre musikalische Ausbildung an der Trompete im Alter von 11 Jahren.

Sie schloss ihren Bachelor of Music an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv ab, wo sie als Solistin des Hochschulorchesters Trompete spielte und den 1. Preis des Hochschulkammermusikwettbewerbs gewann. In dieser Zeit spielte Yael im Sinfonieorchester der Buchmann Mehta Musikhochschule und tourte mit diesem, unter der Leitung von Maestro Zubin Mehta, durch Brasilien (Salle Sao Paolo), die USA (Carnegie Hall NY) und die Schweiz (Tonhalle Zürich). In Israel spielte sie mit führenden Orchestern, wie dem Israeli Philharmonic Orchestra, dem Haifa Symphony Orchestra und dem Israeli Opera Orchestra. Eine besondere Ehre stellte für sie ihre Teilnahme an der Oper „Aida“ dar, eine Co-produktion mit dem La Scala Milano Orchestra und und dem Israeli Opera Orchestra, unter der Leitung von Daniel Barenboim, im Jahr 2009 in Tel Aviv.

2013 zog sie nach Deutschland, wo sie an der Hochschule für Musik und Theater in München ihren Master of Music abschloss.

Nachdem sie bereits mehr als drei Jahre in Deutschland gelebt hatte, weit weg von ihrer Familie, wurde ihr Heimweh nach der Heimat immer intensiver. Sie vermisste zunehmend ihre Kultur und die Musik, die sie in ihrer Kindheit stets begleitete. Sie sehnte sich nach den Augenblicken, an die sie sich bei Familientreffen als Kind erinnerte, zum Beispiel wenn ihre Großeltern miteinander Jiddisch sprachen, wenn ihre Tante mit ihrer Schwester auf Ladino telefonierte, wenn ihr Vater jedes Wochenende einen Radiosender hörte, der die alten hebräischen Volkslieder spielte. Dieser einzigartige jüdische Schmelztiegel, der Teil ihrer Kindheit war, fehlte in ihrem Leben in Deutschland. Sie verspürte das Bedürfnis ihre persönliche Prägung durch ihre Musik auszudrücken.

Ende 2016, direkt nach Abschluss ihres Masterstudiums in München, beschloss sie, einen anderen musikalischen Weg einzuschlagen und gründete das Musik Ensemble Folkadu, wo sie neben dem Trompetenspiel auch als Sängerin auftrat. Mit Folkadu spielt sie deutschlandweit ein breites Repertoire an jüdischen Volksliedern auf Hebräisch, Jiddisch und Ladino und gibt dem Publikum die Möglichkeit, eine Mischung jüdischer Musik aus aller Welt zu hören.

Heute lebt Yael Gat in Berlin. Als freiberufliche Musikerin arbeitet sie mit zahlreichen Künstler*innen zusammen und bedient dabei ein Repertoire von der klassischen- bis hin zur modernen elektronischen Musik.

Doron Furman – Oud

Doron Furman with Guitar
© DIG Magdeburg

Doron wurde in Tel Aviv geboren und wuchs in einer Familie mit einem europäischen und orientalischen Hintergrund auf. Er ist ein autodidaktischer Multiinstrumentalist.

2013 zog er nach Berlin, um neue musikalische Wege zu entdecken. In Berlin spielt Doron regelmäßig mit Meistern traditioneller Musikstile aus dem Iran, der Türkei und Indien. 

Bei Folkadu spielt er eine traditionelle orientalische Laute, die Oud. Er präsentiert die zauberhaften Klänge des Nahen Ostens, gespielt mit dem Maqamat-System, in Kombination mit der musikalischen Charaktere des westeuropäischen Harmoniesystem, die auch von Musikstilen der Renaissance, Sephardi Andalusia und jüdischer Volksmusik beeinflusst sind.

Ira Shiran – Akkordeon

Ira Shiran with accordeon
© DIG Magdeburg

Ira is im Süden Israels geboren. Seit seinem achten Lebensjahr spielt er das Akkordeon. Mit 16 Jahren zog er nach Jerusalem, um die High School an der IASA – die Israelischen Akademie für Kunst und Wissenschaft – zu besuchen, wo er im Jahr 2002 ein umfassendes Musikstudium mit Auszeichnung absolvierte.

Im Jahr 2008 begann er sein Studium in der Rubin Akademie für Tanz und Musik in Jerusalem, das er im Jahr 2012 abschloss. In Israel spielte er in den darauf folgenden Jahren  als Solist verschiedenen Ensembles und Orchestern und wurde für zahlreiche Theaterproduktionen am HaBima Nationaltheater und am Yiddishspil, Israels jiddischem Nationaltheater engagiert.

Im Oktober 2016 zog Ira nach Berlin, um dort seinen musikalischen Horizont zu erweitern. Er konzentrierte sich heute auf die Musik des Balkans und besucht die Balkanländer mehrere Male, wo er Unterricht bei einigen der besten des Genres nimmt, um diesen anspruchsvollen Musikstil zu meistern

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