Über uns

Seit 2017 nimmt Folkadu die Hörer*innen auf eine musikalische und kulturelle Reise mit. Die klangvolle Stimme von Yael Gat wird von Akkordeon und der Oud melodisch und rhythmisch untermalt. Diese Instrumente, die uns mit den Klängen des Westens und Nahen Ostens verbinden, werden durch Schofar und Trompete erweitert. Die besondere instrumentale Kombination symbolisiert die Brücke zwischen der jüdischen Tradition und dem westlichen Musikklang.

 

„Folkadu kombiniert jäzzige Klänge mit orientalischen Riffs und wechselt Gesang spielerisch mit Trompete oder Schofar ab, dabei interpretiert die Band Bekanntes neu und klingt schon mal keck, dann wieder schwermütig und bald danach wieder fröhlich“.

Dr. Kathrin Pieren, Museumsleiterin, Jüdisches Museum Westfalen

 

Gesungen wird auf Hebräisch, Jiddisch und Ladino, sowie auch auf Deutsch.

Von traditionellen Klängen bis hin zu modernen Melodien wird das Publikum in die Lage versetzt, die diversen Landschaften nachzuspüren, mit seinen Liebesliedern mitzufühlen, die Sehnsucht zu erspüren und sich von den Hora-Tänzen mitreißen zu lassen.

 

2017 wurde Folkadu in das Förderprogramm von YEHUDI MENUHIN Live Music Now München aufgenommen. In diesem Rahmen engagierten sie sich vor allem im sozialen Bereich, wie z.B in Altersheimen, Kinderpsychiatrien, Gefängnissen, Obdachlosenheimen, Einrichtungen von Suchtkranken, in einem Hospiz etc.

Seit 2018 wird das Ensemble regelmässig vom Zentralrat der Juden in Deutschland engagiert und wurde außerdem zu diversen jüdischen Events, wie jüdische Kulturtage, Initiative 27. Januar (Holocaust Gedenktag), Israeltag, The Jewish Agency DE und als Rahmenprogramm Bayerisches Staatsministerium engagiert.

Im interreligiösen Bereich ist die Band in der Woche der Brüderlichkeit München, Christus Forum Aichach, Wort & Klangzeit Gauting und in diversen christlichen Gemeinden in Berlin aufgetreten und beabsichtigt in Zukunft dieses noch weiter auszuweiten.

 

Die Musiker:

 

Yael Gat – Gesang, Trompete & Schofar

 

Yael Gat wurde in Haifa (Israel) geboren und begann dort ihre musikalische Ausbildung an der Trompete im Alter von 11 Jahren.

Sie schloss ihren Bachelor of Music an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv ab, wo sie als Solistin des Hochschulorchesters Trompete spielte und den 1. Preis des Hochschulkammermusikwettbewerbs gewann. In dieser Zeit spielte Yael im Sinfonieorchester der Buchmann Mehta Musikhochschule und tourte mit diesem, unter der Leitung von Maestro Zubin Mehta, durch Brasilien (Salle Sao Paolo), die USA (Carnegie Hall NY) und die Schweiz (Tonhalle Zürich). In Israel spielte sie mit führenden Orchestern, wie dem Israeli Philharmonic Orchestra, dem Haifa Symphony Orchestra und dem Israeli Opera Orchestra. Eine besondere Ehre stellte für sie ihre Teilnahme an der Oper „Aida“ dar, eine Co-produktion mit dem La Scala Milano Orchestra und und dem Israeli Opera Orchestra, unter der Leitung von Daniel Barenboim, im Jahr 2009 in Tel Aviv.

2013 zog sie nach Deutschland, wo sie an der Hochschule für Musik und Theater in München ihren Master of Music abschloss.

Nachdem sie bereits mehr als drei Jahre in Deutschland gelebt hatte, weit weg von ihrer Familie, wurde ihr Heimweh nach der Heimat immer intensiver. Sie vermisste zunehmend ihre Kultur und die Musik, die sie in ihrer Kindheit stets begleitete. Sie sehnte sich nach den Augenblicken, an die sie sich bei Familientreffen als Kind erinnerte, zum Beispiel wenn ihre Großeltern miteinander Jiddisch sprachen, wenn ihre Tante mit ihrer Schwester auf Ladino telefonierte, wenn ihr Vater jedes Wochenende einen Radiosender hörte, der die alten hebräischen Volkslieder spielte. Dieser einzigartige jüdische Schmelztiegel, der Teil ihrer Kindheit war, fehlte in ihrem Leben in Deutschland. Sie verspürte das Bedürfnis ihre persönliche Prägung durch ihre Musik auszudrücken.

Ende 2016, direkt nach Abschluss ihres Masterstudiums in München, beschloss sie, einen anderen musikalischen Weg einzuschlagen und gründete das Musik Ensemble Folkadu, wo sie neben dem Trompetenspiel auch als Sängerin auftrat. Mit Folkadu spielt sie deutschlandweit ein breites Repertoire an jüdischen Volksliedern auf Hebräisch, Jiddisch und Ladino und gibt dem Publikum die Möglichkeit, eine Mischung jüdischer Musik aus aller Welt zu hören.

Heute lebt Yael Gat in Berlin. Als freiberufliche Musikerin arbeitet sie mit zahlreichen Künstler*innen zusammen und bedient dabei ein Repertoire von der klassischen bis hin zur modernen elektronischen Musik.

 
 

Ira Shiran – Akkordeon

 

Ira wuchs in Hatzeva, einer kleinen Stadt im Süden Israels auf. Er begann mit dem Akkordeonspiel im Alter von acht und zog mit sechzehn nach Jerusalem, um dort die Arts and Science Academy zu besuchen. Dort wurde ihm eine umfassende musikalische Ausbildung zuteil und er bestand 2002 seinen Abschluss mit Auszeichnung. Ab 2008 studierte er an der Musikfakultät der Rubin Academy for Music and Dance in Jerusalem und war dort der erste Student, der das Erez Rapoport – Stipendium erhielt, das für herausragende Leistungen vergeben wird. Iras Interessen gelten der Balkan-  und Lautari-Musik. Er hat den Balkan mehrmals bereist und dort von einigen der weltweit führenden Balkanmusikern e Unterricht erhalten sowie an deren Workshops teilgenommen, u.a. war er bei Vinko Stefanov (MK,, Kocani Orkestar), Paul Stanga (RO), Plamen Dimitrov (BG), Toncho Tonev (BG) und auch bei dem renommierten Akkordeonisten Petar Ralchev (BG), mit dem er in Israel  zusammen konzertierte. Ira trat als Solist und als Orchestermitgliedt mit etlichen Symphonieorchestern in Israel auf und wurde für zahlreiche Theaterproduktionen am HaBima Nationaltheater und am Yiddishspil, Israels jiddischem Nationaltheater engagiert.
Neben seiner Arbeit als konzertierender Künstler komponiert Ira für Akkordeon, Gesang, Theaterund Orchester. Im Oktober 2016 zog Ira nach Berlin, um dort seinen musikalischen Horizont zu erweitern. 

 

Doron Furman – Oud

 

Doron ist ein junger Musiker aus Israel. Sein Instrument ist das Oud, die traditionelle orientalische Laute. Aufgewachsen in Tel Aviv-Jaffa mit europäisch – orientalischem Familienhintergrund ist er mit dem orientalischen Maqamat System genauso vertraut wie mit der europäischen Harmonielehre.

Sein musikalisches Repertoire ist breit gefächert. Er arbeitet mit Meistern traditioneller Musikstile aus dem Iran, der Türkei, Indien. 

In Berlin integriert sich mühelos in die Klänge der Renaissance, Sephardi Andalusien (jüdische Musik des Maghreb und Spanien), europäischer Volksmusik und Heavy Metal und begeistert das Publikum mit seiner flexiblen Kreativität.